zertifizierter Verbandszüchter

Herkunft des Havanesers

Angels of Fortune, Havaneser, Rassebeschreibung, Züchter, Welpen, photo: pixabay.com / pezibear

Mittelmeer, Kuba oder woher?

Die Herkunft des Havanesers ist leider nicht genau geklärt. Es haben sich aber zwei Haupt-Theorien herausgebildet. Die eine vermutet, dass kleine Hunde aus dem westlichen Mittelmeerraums Europas, die eng mit dem Malteser verwandt sind, von Seefahrern auf ihren Fahrten mit nach Kuba genommen wurden und sich dort zum heutigen Havaneser entwickelten. Nach der zweiten Theorie ist der Ursprung des Havanesers der “Blanquito de la Habana”, ein in Kubas Hauptstadt beim ansässigen Adel und den Zuckerbaronen – bzw. hauptsächlich deren Damen der feinen Gesellschaft – ausgesprochen beliebter kleiner, weißer Hund mit flauschigem Fell. Dieser war deutlich kleiner als der heutige Havaneser. Im 18./19. Jahrhundert haben dann Seefahrer (braune und schwarze) Pudel mit nach Kuba genommen und mit dem “Blaquito de la Habana” gekreuzt – so entstand der Havaneser. Dank seines langen und weichen Haars – auch als “Havana Silk Dog” bezeichnet – und vor allem mit seiner riesigen Farbvielfalt entwickelte sich der kleine Hund zu einem absoluten Liebling der Damen der Gesellschaft.

Das änderte sich schlagartig nach der kubanischen Revolution. Da galt das Motto “Ein Hund, der nichts kann und nur frisst, wird nicht gebraucht!” zudem war der Havaneser als Statussymbol des Adels Fidel Castro verhasst. Schwere Zeiten für den kleinen Kerl (den Havaneser, nicht Fidel Castro)! Der Havaneser bewies erstaunliche Wandlungsfähigkeiten und Mut, dem man ihm vielleicht nicht zutraut und entwickelte sich zu einem passablen Hütehund. Aber die Antipathie gegen den Schoßhund des Adels blieb. Die Population ging stark zurück, inzwischen gilt der Ur-Havaneser auf Kuba leider als ausgestorben.

Einigen Kubanern gelang es in den 60er Jahren auf der Flucht in die USA, einige ihrer geliebten Havaneser  mitzunehmen. De facto basieren alle heute lebenden Havaneser auf diesen “Exil-Kubanern”, die mit viel Einsatz und Mühe in den USA weitergezüchtet wurden. In den 80er Jahren kamen dann die ersten Havaneser nach Deutschland und traten ihren Siegeszug in Europa an – anfangs von der großen Masse relativ unbeachtet für eine kleine Fangemeinde. Das sollte sich schlagartig ändern, als der Havaneser zum “Familienhund des Jahres” gewählt wurde. Dadurch stieg die Bekanntheit und Popularität rasant an und heutzutage ist der kleine Hund mit den vielen positiven Eigenschaften längst kein Geheimtip mehr. 

Kurzbeschreibung

Das Wichtigste in 5 Minuten … in diesem kurzen Video erklärt Hunde-fan.de das Basiswissen über die Rasse. Kurz und kompakt zusammengefasst erfährt man einiges Wissenswertes. 

Die hübschen, verwendeten Bilder und Photos zeigen die Vielfalt im Aussehen des Havanesers. Kein Havaneser sieht aus wieder andere, diese Individualität ist ein Grund für seinen großen Erfolg … und es gibt noch viele, viele weitere …

Wesen des Havanesers

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Ein Herz auf vier Pfoten ...

Als der Havaneser 1997 zum “Familienhund des Jahres gewählt wurde geschah dies absolut zurecht. Man könnte sagen, der Havi ist der perfekte Familienhund. Er sucht den nahen Kontakt zu “seiner” Familie und versucht alles, um seinen Menschen zu gefallen. Deshalb ist es recht einfach, ihm eine Menge beizubringen. Er ist intelligent und gelehrig, für ein Lob oder Leckerchen macht er allerlei Kunststückchen. Allerdings ist er in dieser Hinsicht nicht besonders ausdauernd. Zwischen dem Lernen braucht er immer wieder seine Pausen zum Spielen oder für Streicheleinheiten.

Der Kuschel-Casanova gewinnt Herzen wie im Flug. Dabei hilft ihm sein freundliches Wesen und seine aufgeschlossene Art. Seinem niedlichen Blick kann kaum jemand widerstehen. Er weiß genau, wie er Menschen um den Finger, pardon, um die Pfote, wickeln kann, das macht es manchmal schwer, konsequent bei seiner Erziehung zu bleiben.

Perfekt für Jung und Alt!

Der Havaneser ist sowohl für Kinder, für Familien, aber auch für ältere Menschen sehr gut geeignet. Kinder verlieben sich in den niedlichen kleine Hund in dem Moment, wo sie ihn sehen. Und Havaneser lieben jeden, der ihm Aufmerksamkeit schenkt. Wenn es ihm zu viel, wird, zieht er sich einfach zurück. Er will überall dabei sein – und kann auch fast überall mit hingenommen werden. Dass der Havaneser Familienmitglied sein muss, versteht sich von selbst. 

Seinen Bewegungsdrang passt er seinen Menschen an. Der Havaneser ist kein zierliches Schoßhündchen, auch wenn er lange so gehalten wurde. Er ist robust genug, um auch längere Wanderungen und Touren mitzumachen. Selbst für Agility (Hindernis-Parcours) ist er gut geeignet. Es reicht ihm aber auch mal ein kürzerer Spaziergang im Park. Auch ältere Menschen können seinem Bedürfnis nach Bewegung gut gerecht werden.

Ein intelligenter Hund wie der Havaneser kann unterfordert sein, wenn er nicht beschäftigt wird. Dann sucht er sich Dinge, mit denen er sich selbst beschäftigen kann. Das kann auch mal ein Latschen sein, der seinen Spieltrieb nicht “überlebt”. Der Havaneser ist eigentlich kein “Kläffer”, wenn doch, kann es ein Hinweis auf Langeweile sein. Aufgrund seiner engen Bindung kann der “kleine Kubaner” schlecht allein sein. Es gibt Rassen, die selbständiger sind, jedem Hund kann man das Alleinsein mehr oder weniger Antrainieren, aber der Havaneser ist nicht dafür gemacht, längere Zeiten allein zu sein.

Kindgerecht

Ausgesprochen sehenswert – nicht nur für Kinder – ist die Serie “Anna und die Haustiere” der ARD. Dort werden in einer für Kinder verständlichen Sprache verschiedene Haustiere vorgestellt.

So auch der Havaneser. Natürlich ist das Format auf Kinder ausgerichtet und der Havi wird sehr gut verständlich erklärt, aber auch Erwachsene – besonders mit bisher wenig Wissen – können auf ihre Kosten kommen. Auch für die schönen Bilder lohnt es sich mal hereinzuschauen …

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offizieller Rassestandard

  • FCI-Standard Nr. 250
  • Ursprung: Kuba
  • Patronat: FCI direkt
  • Widerristhöhe: 23-27 cm (Toleranz: 21-29 cm)
Klassifikation FCI:
  • Gruppe 9 – Gesellschafts- und Begleithunde
  • Sektion 1 – Bichons und verwandte Rassen
  • ohne Arbeitsprüfung

Kurzer geschichtlicher Abriss

Diese Rasse stammt aus der westlichen Mittelmeergegend und hat sich entlang der spanischen und italienischen Meeresküste entwickelt. Offenbar wurden diese Hunde frühzeitig durch italienische Überseekapitäne in Kuba eingeführt. Irrtümlicherweise hat die am häufigsten vorkommende Havanna-Farbe (tabakfarben) dieser Hunde dazu verleitet, Havanna, die Hauptstadt von Kuba, als Ursprungsort anzunehmen. Infolge unglücklicher Umstände sind indessen alle alten Havaneser-Blutlinien in Kuba ausgestorben; anscheinend konnten jedoch einzelne Hunde aus Kuba herausgeschmuggelt werden; ihre Nachkommen überleben in den USA. 

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Havaneser ist ein kleiner, kräftiger, niederläufiger Hund; sein Haar ist lang, üppig, weich und vorzugsweise gewellt. Sein Gangwerk ist lebhaft und elastisch.

Wichtige Proportionen

Die Länge des Fangs von der Nasenspitze zum Stop entspricht der Länge des Schädels vom Stop zum Hinterhauptstachel. Das Verhältnis zwischen der Körperlänge (gemessen zwischen Buggelenk und Sitzbeinhöcker) und der Widerristhöhe beträgt 4:3.

Verhalten / Charakter (Wesen)

Speziell aufgeweckt und leicht zum alarmgebenden Hund zu erziehen; liebevoll und fröhlich, anziehend, bezaubernd, spielerisch, sogar etwas närrisch. Er liebt Kinder und spielt unentwegt mit ihnen.

Kopf

Mittelgross; das Verhältnis der Länge des Kopfes zur Länge des Rumpfes (vom Widerrist bis zum Rutenansatz gemessen) beträgt 3:7. 

OBERKOPF: 
Schädel : Flach bis sehr wenig gewölbt, breit; Stirn wenig ansteigend; von oben gesehen ist der Schädel hinten abgerundet, an allen anderen Seiten fast gerade und viereckig. Stopp: Mässig ausgeprägt. 

GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Schwarz oder braun.
Fang: Er verjüngt sich leicht und progressiv gegen den Nasenschwamm zu; nie spitz oder stumpf. 
Lefzen: Dünn, trocken, gut anliegend.
Kiefer / Zähne: Scherengebiβ. Ein vollständiges Gebiβ ist erwünscht; das Fehlen der PM 1 (Prämolaren 1) und der M3 (Molaren 3) wird geduldet.
Backen: Sehr flach, nicht vorstehend.
Augen: Ziemlich groβ, mandelförmig, so dunkelbraun wie möglich. Ausdruck freundlich. Die Umrandung des Auges soll dunkelbraun bis schwarz sein.
Ohren: Relativ hoch angesetzt; sie fallen längs der Backen und bilden eine unauffällige Falte, die sie leicht anhebt; sie laufen wenig spitz aus; sie sind von langen Fransen besetzt. Weder windmühlenartig abstehend noch dicht an den Backen anliegend.

Hals

von mittlerer Länge

Körper

Die Länge des Körpers übertrifft um weniges die Widerristhöhe.
Oberlinie: Gerade, über den Lenden leicht gewölbt.
Kruppe: Gut abfallend.
Rippen: Gut gewölbt.
Untere Profillinie und Bauch: Gut aufgezogen.

Rute

Hoch getragen, entweder in Form eines Krummstabs oder, vorzugsweise, über dem Rücken gerollt; die Befederung ist lang und seidig.

Gliedmaße

VORDERHAND:
Allgemeines: Vorderläufe gerade und parallel, trocken; gute Knochenstruktur. Der Abstand vom Boden bis zum Ellenbogen soll denjenigen zwischen Ellenbogen und Widerrist nicht übertreffen.
Vorderpfoten: Leicht länglich in ihrer Form, klein; Zehen eng aneinander- liegend.

HINTERHAND :
Allgemeines: Gute Knochenstruktur; mässige Winkelung.
Hinterpfoten: Leicht länglich in ihrer Form, klein; Zehen eng aneinander- liegend. 

Gangwerk

Der Bewegungsablauf beim Havaneser ist seinem fröhlichen Wesen entsprechend auffällig leichtfüssig und elastisch. Die gerade nach vorne gerichteten Vorderläufe bewegen sich frei, während die Hinterläufe in gerader Linie für den nötigen Schub sorgen. 

Haarkleid

Haar: Das wollene Unterhaar ist schwach entwickelt, oft ganz fehlend. Das Deckhaar ist sehr lang (12 – 18 cm bei einem erwachsenen Hund), weich, glatt oder gewellt und kann lockige Strähnen bilden. Jedwede Zurechtmachung, jedes Ausgleichen der Länge der Haare mit der Schere und jede Art von Trimmen sind verboten. Ausnahme : die Säuberung der Haare an den Pfoten ist zulässig; die Haare auf der Stirne dürfen leicht gekürzt werden, damit sie die Augen nicht bedecken; auch die Haare am Fang dürfen leicht gekürzt werden, aber vorzugsweise belässt man sie in ihrer natürlichen Länge.
Farbe: Selten vollständig reinweiβ, falbfarben in verschiedenen Tönungen (leicht schwarz gewolkt ist zulässig), schwarz, havannabraun, tabakfarben, rötlichbraun, Flecken in den erwähnten Farben sind zulässig. Brand- Markierungen sind in allen Schattierungen erlaubt. 

Fehler

 Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
SCHWERE FEHLER :
• Allgemeines Erscheinungsbild atypisch.
• Fang spitz oder stumpf, nicht gleich lang wie der Schädel.
• Raubvogelaugen; Augen zu tief eingesetzt oder vorstehend; Umrandung der Augen teilweise depigmentiert.
• Körper zu lang oder zu kurz. FCI-St. Nr. 250 / 12. 12. 2016 6
• Rute gerade, Rute nicht hoch getragen.
• Vorderläufe in « französischem Stand » (Vorderfuβwurzel engstehend, Pfoten nach auβen gedreht).
• Miβgebildete Hinterpfoten.
• Haar hart, zu wenig üppig; kurzes Haar auβer bei den Welpen; zurechtgemachtes Haar.

DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:
• Aggressive oder űbermässig ängstliche Hunde
• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstőrungen aufweisen, műssen disqualifiziert werden.
• Nasenschwamm depigmentiert.
• Vorbiβ oder Rückbiβ.
• Entropium, Ectropium; Umrandung eines oder beider Augen depigmentiert.
• Über- oder Untergröβe. 

NEBENBEMERKUNG:
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Ausführlich

Die Hundeschule “Stadtfelle” unterzieht auf Youtube diverse Rassen einem ausführlichen und möglichst objektivem Rassecheck. So auch den Havaneser, zu dem sie viele positive Worte finden. In über 20 Minuten betrachten sie die Rasse unter vielen verschiedenen Aspekten. Prädikat: sehenswert

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Kontakt

Zuchtstätte:

Angels of Fortune
Hutungsweg
14913 Jüterbog

Postanschrift:

Roy Wenske
Fuchsberge 7
14913 Jüterbog

Wir freuen uns von Ihnen zu hören. Angels of Fortune, Havaneserzüchter mit Liebe zum Hund, Berlin Umland, Foto: unsplash.com / fotografierende
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